Kirche Wollschow

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Der Ort Wollschow wurde um 1200 von deutschen Kolonisten aus Westfalen gegründet. Die erste Kirche aus jener Zeit ist nicht mehr erhalten. Sie wurde 1634 im dreißigjährigen Krieg total zerstört.

 

1704 begann der Wiederaufbau. Am Ostgiebel befindet sich das Monogramm von Maurern: C.G. und H.M. Die vollständigen Namen sind nicht überliefert. Die Wollschower Kirche wurde als massiver Putzbau errichtet. Im Osten schließt sie halbrund. Im Westen ruht der quadratische und mit einem kurzen Pyramidendach endende Turm auf zwei dicken Rundpfeilern. Die hohen Fenster sind im Korbbogen geschlosssen. Die Decke ist gerade mit sichtbaren, sehr eng liegenden Balken.

 

Etwa 1710 wurde ein Barock-Altar eingebaut. Davon ist nur noch der Schalldeckel der Kanzel erhalten, der bei der letzten Restaurierung im Jahr 1970 über der heute vom Altar getrennten Kanzel angebracht wurde.

 

Erst im Jahr 1744 wurde der Bau des Turmes vollendet (Jahreszahl in der Wetterfahne). Die beiden Glocken von 1717 und 1733 (Gießer Schmidt aus Stettin) wurden 1915 im ersten Weltkrieg abgeholt und eingeschmolzen. 1927 wurde eine neue Glocke gestiftet.

 

Im Turm hängt heute jedoch eine Bronzeglocke des Gießers Voß aus Stettin, Gussjahr 1872. Um 1850 wurde die Kirche erneuert und ein neuer schlichter Kanzelaltar eingebaut. Die 1891 gestiftete Grüneberg-Orgel ist 1945 zerstört und 1965 abgebaut worden.

 

Die letzte Dachdeckung erfolgte 1961, 1965 wurde die Winterkirche eingebaut, 1969 der Außenputz des Kirchenschiffs erneuert, 1970 das Innere der Kirche umgestaltet und die ganze Kirche ausgemalt und wieder eingeweiht.

 

Auf dem Altar stehen heute noch zwei Bronzestandleuchter aus dem Jahr 1653, gestiftet als Dankgabe von Petrus Nethzel und Georg Straßburg. Der Turm ist 1989 neu verputzt worden, die Glocke wurde 2006 neu aufgehängt und mit einem Läutewerk versehen.