Kirche Trampe

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Der Ort Trampe findet seine Ersterwähnung in einer Urkunde des Papstes Honorius IV. von 1285. Der Ort wurde wohl nach 1200 von deutschen Kolonisten aus Westfalen gegründet. Die Kirche von Trampe wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit sind nur noch Teile im westlichen Bereich des Kirchenschiffs erhalten, insbesondere das spitzbogige Westportal mit seinem abgestuften Gewände. Die Kirche war ursprünglich "Unicum", war 1688 nur noch "etlichermaßen im Stande" und musste von Schmölln aus "curiert" werden.

 

1705 wurde die Glocke gestiftet. 1738 bis 1740 wurde die Kirche neu erbaut und zwar durch den Gutsherrn von Trampe, Friedrich von Broecker, der den Bau finanzierte aus eigenen Mitteln. Sein Monogramm F.v.B. war in der alten Wetterfahne eingestanzt und wurde bei Erneuerung der Turmeindeckung 1982 auch in die neue Wetterfahne eingepunzt.

 

Aus der Zeit von 1738-40 rührt der größere östliche Teil der Kirche her mit dem Ostschluss im halben Achteck, der im Korbbogen geschlossenen südlichen Tür und hohen Stichbogenfenstern. Die Ecken sind mit aufgeputzten Quadern versehen. Die Decke in der Kirche ist gerade geputzt, das ausgeputzte lange Mittelfeld von glattem Profil umzogen. Das Erdgeschoss des Turmes war ehemals mit dem Kirchenraum verbunden, ist jetzt aber abgetrennt und kann als Winterkirche genutzt werden.

 

Über dem Westende der Kirche erhebt sich ein quadratischer Fachwerkturm mit unverputzten Backsteinfüllungen, der mit einer geschweiften Haube gedeckt ist und in achtseitiger geschlossener Laterne endigt.

 

Der einfache barocke Kanzelaltar wurde um 1740 im Zuge des Neubaus der Kirche errichtet. Zwei Zinnleuchter mit balusterförmigem Schaft stehen auf dem Altar, der kleine Kronleuchter stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Taufstein (hölzern) liegt eine messinggetriebene Taufschale mit der mehrfach wiederholten Umschrift ""ALZEJT. GELÜK . EHWART"

 

1980/81 wurde das Kirchdach neu gedeckt und 1982 der Kirchturm umgedeckt. 1993 wurden durch Tischler Felbrich aus Brüssow sieben neue Fenster eingebaut. Derzeit ist der Fachwerkturm gefährdet, da viele Hölzer beschädigt bzw. verfault sind. Im Jahr 2003 ist eine Notsicherung am Turm vorgenommen worden. Die Glocke kann aber bis zu einer Sanierung nicht geläutet werden. Seit 2004 gehört Trampe zur Kirchgemeinde Brüssow und wird von Brüssow aus pfarramtlich versorgt.

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