Kirche Brüssow

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Die Brüssower Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist ein einfach rechteckiger frühgotischer Feldsteinbau, dessen westlicher Teil als Turm abgetrennt ist. Die alten Architekturformen sind am besten am Ostgiebel erhalten. Er zeigt jetzt noch die drei ursprünglichen hohen Spitzbogenfenster in einer Blende. Sie sind leider seit ihrer Zerstörung 1945 zugemauert. - Alle anderen Fenster sind mehrfach überarbeitet  worden.

 

Die Kirche wurde im dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt, war 1702 noch "ohngebauet". Am Beginn des 18. Jahrhunderts wurde sie dann von 1702 bis 1724 wieder hergestellt. Der Turm wurde 1705 gerichtet, der barocke Altar des Schnitzers Rosenberg aus Stettin kam 1714 im April in die Kirche.

 

1831 musste der 43,50 m hohe Turm saniert   werden, auch im Kirchenschiff wurde bis 1836 umgebaut. Der Rosenberg-Altar wurde ausgelagert ins Prenzlauer Museum, die Emporen bis an die Ostwand weitergeführt, man brauchte mehr Platz. In den Erweckungsjahren nach 1840 war die Kirche oft bis zum letzten Platz gefüllt und die Emporen wurden zur Sicherung mit zusätzlichen eisernen Ankern versehen, damit sie nicht unter der Last der vielen Menschen einstürzen. Die gerade Balkendecke wie der Dachstuhl sind ebenfalls aus jenen Jahren.

 

Von 1930-1943, im Zuge der nächsten Sanierung, wurde der erneut baufällige Turm wieder gesichert, die Emporen zurückgebaut, der Rosenberg-Altar nach 100-jährigem Exil wieder in die Kirche geholt. Auch die Bemalung der Emporen mit Bildern zu Gleichnissen Jesu und Bibelworten durch Professor Thol aus Berlin ist aus jener Zeit (1940/41). Eine besondere Kostbarkeit ist die  Schuke-Orgel von 1942. Insgesamt 1200 Pfeifen (1098 Metallpfeifen und 102 aus Holz) können mit 20 Registern auf 2 Manualen und dem Pedal zum Klingen gebracht werden.

 

Die letzte Sanierung des Turmes fand 1995/96 statt. Im Turm läutet die große alte Glocke von 1778, 1 Tonne schwer, gegossen von J.F.Thiele,  wieder seit 1997. Im Jahr 2000 konnte mit zwei weiteren Glocken, gegossen von Firma Bachert in Heilbronn, das Geläut vervollständigt werden. Die kleine Taufglocke, 1609 von Rudolf  Classen gegossen, ist im Turmeingang ausgestellt.

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