Kirche Woddow

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Marienaltar der Woddower Kirche ca. von 1500

Die Woddower Kirche ist ein frühgotischer Feldsteinbau, wohl aus dem 13. Jahrhundert, von einfachem rechteckigem Grundriß mit gefastem Sockel und schlanken Spitzbogenfenstern, einem abgestuftem Südportal.

 

1709 ist ein Fachwerkturm aufgesetzt worden, ob es vorher einen Turm gab, ist nicht bekannt.

Am Ende des 2. Weltkrieges ist die Kirche schwer beschädigt worden, 1962/63 dann notsaniert.  Das ehemals steile Dach des Kirchenschiffs hat jetzt nur noch eine flache Neigung, der Turm wurde bis auf den unteren Bereich abgerissen und erhielt ein neues Dach.

An der Nordostecke der Kirche stehen noch die Reste einer Gruft, die früher Angehörige der Familie von Buch barg.

 

Nachdem Ende der 80er Jahre die Kirche zeitweise aufgegeben und entwidmet war, finden seit dem Jahr 2000 wieder Gottesdienste in ihr statt, im Jahr 2005 wurde der Innenraum saniert und der seit 1991 nach Blumenhagen ausgeliehene mittelalterliche Marienaltar (um 1500) heimgeholt.

 

Im Mittelteil des Altars wird die Krönung Marias mit Gott Vater und Christus unter dem Heiligen Geist dargestellt, seitlich des Hauptbildes finden sich in vier Nischen die Jungfrauen Barbara, Dorothea, Katharina und Margaretha. In den Seitenflügeln rechts und links in Dreiergruppen die 12 Apostel. Der Altar wurde 2006/7 restauriert. In das Kanzelpult, das 1962/63 angefertigt wurde, sind Teile der im übrigen verlorengegangenen ehemaligen Renaissance/Barock-Kanzel eingearbeitet. 

 

Die Woddower Kirche beherbergt zwei sehr wertvolle spätmittelalterliche Glocken, die im Jahr 2006 neu aufgehangen und mit einer Läutemaschine versehen wurden. Die kleine und ältere Glocke stammt aus dem Jahr 1509, die andere aus dem Jahr 1540, beide gegossen von Joachim Meig.

 

Im Jahre 2013 wurde dem Orgelverein eine zweimanualige Schuke-Orgel geschenkt, die - wenn die Finanzierung gesichert ist - wahrscheinlich im nächsten Jahr installiert wird. Im Umfeld dieser erfreulichen Entwicklung entstand die Idee "Kunstkirche Woddow", die das Gotteshaus auch für diverse kulturelle Aktivitäten von der Ausstellung bis hin zu Konzerten  öffnen soll. (siehe: Gemeindeleben/ Die Gemeinde)