Kirche Bagemühl

Vorschaubild

Vorstellungsbild

Die Bagemühler Kirche ist ein neogotischer Feldsteinsaal mit polygonaler Apsis von 1875-1877. Die Außenmauern der Vorgängerkirche aus Granit aus dem 13. Jahrhundert sind dazu genutzt worden. Die Apsis wurde mit Strebepfeilern und Vierpassfries unter dem Traufgesims ausgeführt. Die Giebelwände wurden mit Eckfialen versehen. Das ehemalige Portal auf der Nordseite ist vermauert worden.

 

Für die Belichtung des Kirchenraums sorgen je drei Spitzbogenfenster auf der Nord- und der Südseite sowie die fünf Fenster der Apsis, deren Verglasungen um 1900 eingebaut wurden. Von der bauzeitlichen Ausstattung sind die Westempore mit vorgezogenem Mittelteil sowie die neugotische Ausstattung (Altar, Kanzel, Taufe) erhalten.

 

1982 wurde das Kirchendach und 1986 der Kirchturm neu gedeckt nach jahrelangem vergeblichen Kampf um Baukapazitäten. Der Dachstuhl konnte jedoch nicht gleichfalls saniert werden, eine Ursache für die derzeit bedrohliche Situation. Im November 2002 musste die Bagemühler Kirche aufgrund der erheblichen Dachstuhlschäden  wegen Einsturzgefahr gesperrt werden, im Jahr 2007 konnte endlich der erste Sanierungsabschnitt durchgeführt werden.  

 

Die Orgel der Bagemühler Kirche wurde 1877 von B. Grüneberg gebaut. Sie ist derzeit ins Baltische Orgel Centrum Stralsund ausgeliehen, bis die Bagemühler Kirche sie  nach erfolgter Sanierung wieder aufnehmen kann.

 

Im Turm waren bis 1941 zwei Glocken, die größere Glocke wurde abgeholt, die kleinere ist noch vorhanden und wurde 1997 neu aufgehangen und mit einem Läutewerk versehen. Sie ist 1927 von Voß in Stettin aus Zinnbronze gegossen worden und wiegt etwa 260 kg. Auch die Bagemühler Kirchenuhr funktioniert.

 

Bagemühl war bis 1996 Sitz einer Pfarrstelle, zu der auch die Dörfer Battin und Woddow gehörten. Nach Aufhebung der Pfarrstelle gehört Bagemühl mit den beiden anderen Dörfern zur Brüssower Pfarrstelle.