Gedanken zur Jahreslosung
Ihr Lieben,
Die Jahreslosung 2026 lautet:
„Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5)
Manchmal fühlt sich das Leben an, als würde es nur noch aus Wiederholungen bestehen.
Die gleichen Sorgen.
Die gleichen Konflikte.
Die gleichen inneren Schleifen.
Wir funktionieren, organisieren, halten durch.
Und irgendwann merken wir: So richtig neu fühlt sich nichts mehr an.
Mitten hinein spricht Gott diesen Satz:
„Siehe, ich mache alles neu.“
Nicht: Du musst alles neu machen.
Nicht: Streng dich mehr an.
Nicht: Reiß dich zusammen.
Sondern: Ich mache.
Das ist kein billiger Trost und kein schneller Neustart auf Knopfdruck.
Die Bibel weiß, wie mühsam Veränderung ist.
Wie sehr alte Verletzungen, Enttäuschungen und Ängste uns festhalten können.
Und doch sagt Gott:
Ich bin nicht der Gott der Reparaturen,
sondern der Gott der Verwandlung.
„Neu“ heißt in der Bibel oft nicht: alles weg – alles anders.
Sondern: neu durchdrungen von Hoffnung.
Neu gesehen.
Neu gehalten.
Vielleicht wird nicht sofort alles anders in deinem Leben.
Aber vielleicht beginnt etwas Neues darin,
dass du dich nicht mehr allein durchkämpfen musst.
Dass du dir erlaubst, ehrlich zu sein.
Dass du loslässt, was dich innerlich müde gemacht hat.
Dass du glaubst: Meine Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.
Gott spricht diese Worte nicht aus sicherer Distanz.
Er spricht sie aus der Zukunft Gottes heraus –
aus einer Welt, in der Tränen nicht das letzte Wort haben
und Brüche nicht das Ende bedeuten.
„Siehe, ich mache alles neu.“
Vielleicht ist das Neue in diesem Jahr kein großer Umbruch.
Sondern ein leiser Anfang.
Ein neuer Blick.
Ein Schritt mehr Vertrauen.
Und die Zusage:
Du musst das Neue nicht erzwingen.
Du darfst es empfangen.
Bleiben Sie behütet Ihr Matthias Gienke